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Lang hats gedauert...

...nun hab ich ihn fertig. Meine quasi Abrechnung mit der Linken. Nachdem ich mir auf Demos bereits den Mund fusselig geredet habe ist der Text fertig und ich denke mal und hoffe doch das ich dadurch, wenn auch nur minimal, etwas in dem bewusstsein und dem Umgang mit bestimmten politischen Ansichten in der Linken zu ändern.

Von „Linken“ Nazis und „Rechten“ Antifas

Was ist „Links“ und was „Rechts“? Im folgenden Text wird alles als „Links“ beschrieben, was links der CDU/FDP ist und alles als „Rechts“ beschrieben, was rechts der SPD ist. Des Weiteren wird Hauptsächlich die „deutsche Linke“, sowie die „deutsche Rechte“ betrachtet. Der Anstoß zu diesen Text ist die Linkliste der Berliner „Skatepolitpunkband ZSK“. Diese bezeichnet sich selber als Linksradikal, was an vielen Texten („küsst die Faschisten“, „kein Mensch ist illegal“, „Upside down“, „keine Angst“) , ihren Engagement(„kein bock auf Nazis“), ihren Artikeln („Rote Hilfe“, „Warum Vegan“, „No Thor Steinar Offensive 2006“) und ihrer Linkliste zu erkennen ist.
Nun sind wir also schon beim „Übeltäter“. Verlinkt werden „Antifa - Gruppen“, „Freunde von ZSK“, „Tierrechte“, „Zaptatistas“, u.v.m.*1
Wenn wir uns in der Linkliste „Tierrechte“ näher umsehen, so finden wir die Gruppe PETA gleich dreimal. Einmal als „PETA- Deutschland“, einmal als „PETA-TV“ und einmal als „PETA 2“. Diese Gruppe fiel im Jahre 2004 auf, als sie in Deutschland Werbetafeln anbringen wollte, auf denen sie den Holocaust verharmlost hatten in dem sie die Holocaustopfer mit Hühnern in der Legebatterie gleichgesetzt wurden, dies alles unter der Überschrift „Der Holocaust auf deinem Teller“. Auch ein Werbespot lief über die Flimmerkiste bei VIVA und MTV wo folgendes zu hören war:“ Im Dunkeln wurden wir in Waggons getrieben […] Wie lange sind wir schon unterwegs? Stunden, Tage […] Viele von uns sind schon tot, doch die Hoffnung stirbt zuletzt.“ Die Präsidentin und Mitgründerin von PETA , Ingrid Newkirkl, beschrieb die Kampagne so: „»Sechs Millionen Juden starben in den Konzentrationslagern, aber sechs Milliarden Hähnchen werden dieses Jahr in den Schlachthäusern sterben.«“.*2
Hagalil.com schrieb einen Kritiktext, in dem der Schlusssatz die Kampagne der PETA auf den Punkt brachte: „Es scheint eben immer noch leicht, die Affinität von Jude und Tier herzustellen.“*3
Das „Linke“ einen Hang zu Antisemitismus haben ist bekannt. Meist wird dies aber verdrängt, denn „Linke“ sind nicht antisemitisch, sondern Israelkritisch, Amerikakritisch oder kapitalismuskritisch, doch darüber wird später mehr berichtet.
Zur ersten Erklärung müssen wir erst mal herausfinden, was diese ominöses „Links“ und dieses ominöse „Rechts“ eigentlich ist. „Links“ und „Rechts“ sind zwei sich gegenüberstehende politische Grundhaltungen. Wer ist warum aber das eine und wer ist warum das andere?
Geschichtlich betrachtet war es so, dass 1789 im französischen Parlament rechts vom Parlamentspräsidenten der Adel und die Traditionellen saßen und links von dem Parlamentspräsidenten saßen die Bürger, die als progressiv galten.*4 Seit dem wird dem progressiven Teil in der Politik die „Linke“ Seite zugeschrieben, während alle konservativen Kräfte die „Rechte“ Seite zugeschrieben bekommen. Aber so einfach ist das dann eigentlich doch nicht. Denn um „Links“ zu sein reicht Progressivität nicht aus, denn es geht beim „Links“ sein darum, für eine soziale Gerechtigkeit zu stehen. Im heutigen Zeitalter heißt dies Kampf gegen Rassismus, Faschismus, Sexismus, Antisemitismus, Nationalsozialismus und Nationalismus. Auch gegen Globalisierung, Krieg und Kapital tritt die außerparlamentarische Linke auf. Dies wäre alles kein Problem, wenn es nicht Widersprüche gäbe und sich die konservativen Kräfte ebenfalls um diese Thematiken kümmern würden. Konkret ist es so, dass Neonazis der späten 90er Jahre und des neuen Jahrtausends immer öfter über die eben beschriebenen Thematiken reden. Sie Kämpfen gegen den Kapitalismus, Faschismus, Globalisierung und Krieg. Aber Warum?
Das mit dem Kapitalismus ist so eine Sache. In ihrer verkürzten Kapitalismuskritik, gibt es nur ein oben und ein unten, sprich Arm gegen Reich und Arbeitgeber gegen Arbeitnehmer. Sie stehen für den armen deutschen Arbeiter, der von Ausländischen Kapitalisten/Großkonzernen ausgebeutet wird. Der ehemalige Vorsitzende der SPD (eine „Linke“ Partei) Franz Müntefering nennt diese Konzerne Heuschrecken. Meist wird in dieser verkürzten Kapitalismuskritik der wahre antisemitische Kern sichtbar, wenn zum Beispiel vom „Ostküstenkapital“ gesprochen wird. Auch werden Finanzchefs und Firmenchefs einfach nur als „raffgierig“ bezeichnet, welches ein urtypisches Antijüdisches Stereotyp war/ist, das bereits im Mittelalter gang und gebe war.
Auch die Neonazis gehen von der einfachen Formeln Kapitalismus = Judentum aus, denn alle Juden sind reich. Soviel zur verkürzten Logik der „Rechten“. Kommen wir jetzt zur Logik der „Linken“. Die Attac, als Beispiel, hat eine stark verkürzte Kapitalismuskritik, in dem sie ihre Kapitalismuskritik vernationalisiert und Produkte aus Israel nicht wünscht. Frei nach dem Motto „ich bin kein Antisemit – kauft nicht bei Israeliten“. Ihre Kapitalismuskritik schießt sich, wie bei den Nazis, auf das „raffendem“ (jüdische) Kapital ein, sprich der Banken, Börsen und Spekulanten. Das Schaffende, das produzierendem Kapital (meist von Nazis als arisch dargestellt), wird dagegen nur selten angegriffen, sowie auch der Staat.*5 Attac ist in jeder „Linken“ Weltweit sowie in jedem Bündnis zu finden. Die deutsche „Linke“ hat aber nicht nur verkürzte Kapitalismuskritik zu liefern, denn der Antiimperialismus ist das grausamste Gut der „Linken“. Auf Demos wird immer wieder ein Nationalflaggenverbot gefordert. An sich gilt es nur den Flaggen der USA und Israels. Wer schon mal auf den Demos am 1.Mai oder auf einer Liebknecht-Luxemburg-Demo in Berlin war, sieht dann häufig Fahnen von Kurdistan, dem Baskenland, Iran/Irak, Palästina oder Südamerikanische Flaggen. Es wird hier, wie im Kapitalismus, nicht der Staat als solches attackiert, sondern es wird zwischen bösen und guten unterscheiden. Wer gut und wer böse ist wird nach altem Antiamerikanischem und Antisemitischen Ressentiments entschieden.
Der Kampf gegen Israel begann 1968, wo „Linke“ und arabische Gruppen mehr zusammen arbeiteten. Bestes Beispiel sind die RAF-Ausbildungen im Libanon und Palästina und die Flugzeugentführung der Landshut. Vor allem der Landshut merkte man den Linken Antisemitismus an, da in Juden und Nicht-Juden unterteilt wurde.*6
Die Unterscheidung der gut und böse Staaten wird je nach Besitz von Militär unterteilt, wer mehr Militär hat, ist der böse. Man betrachte als Beispiele der Krieg der USA gegen El Salvador und der Krieg Israels gegen Arabien.
Meist wird dies in Verbindung mit Friedensproteste gebracht, denn die „Linke“ ist bekanntlich gegen Waffen und Krieg, aber selbst hier beißt sich Katze in den Schwanz, denn in den 70er Jahren wurde die RAF hoch gelobt, weil sie Waffen für El Salvador gesammelt hat oder heutzutage werden Separatisten im Irak und Afghanistan hoch gelobt. Auch „Intifada, Intifada bis zum Sieg“ Rufe zeigen eine klar bellizistische Haltung der „Linken“. Bis hierhin ist eigentlich alles gleich, im Bezug auf die „Linke“ Deutschlands im Vergleich zu den „Linken“ auf der Welt. Sie sind Antiimperialistisch, Antikapitalistisch und gegen Krieg und Unterdrückung.
Wenn, ja wenn, es nicht ein kleines „gallisches Dorf“ in der „deutschen Linken“ gäbe. Seit 1990 gibt es so genannte „Antideutsche“. Damals unter dem Lied „Deutschland halt´s Maul“ demonstrierten mehrere zehntausend gegen die Wiedervereinigung Deutschlands. 11 Jahre später, im Jahre 2001 vollzog sich eine schwere Spaltung in der „Antideutschen Linken“. Dieses neue Gebilde positionierte sich plötzlich für Israel und die USA. Während 33 Jahre lang die „Linken“ zusammen mit „Rechten“ das gleiche sagten rief die neue „Linke“ Fraktion beiden Entgegen „Was wir fordern ist nicht viel – Solidarität mit Israel“. Die Anfangstage waren Schlimm, es gab in den letzten 4 Jahren mehrere Prügeleien, Spaltungen und Diffamierungen. Schlimmste Ereignisse waren wohl die „Fahnenkämpfe“ vom 30.01.2004 in Hamburg, der Messerangriff auf dem Karneval der Kulturen 2003 in Berlin und der Angriff auf Israelsolidarische Menschen in Köln nach einer „Intifada- Demo“ *7.
Ein Hauptanliegen der Antideutschen ist die Kritik an der deutschen „Linken“. Wer kritisiert wird, ist meist nicht erfreut darüber, da er ja dann Fehler eingestehen muss. So reagiert die „Linke“ mit Vorwürfen. Dazu hat das BGR Leipzig ein Essay herausgebracht, in der alle Vorwürfe dargestellt werden*8. Sie enden meist im Antisemitismus und bilden kranke Verschwörungstheorien.
Der einzige Feind des nationalen Widerstandes, so beschrieb einmal Christian Worch, der Chef der Autonomen Nationalisten, sind die Antideutschen, denn mit den sog. Antiimps hätte man ja in der Ideologie Überschneidungen. Quasi der Feind meines Feindes ist mein Freund. Dies wird meist von „Linken“ als Querfront bezeichnet und abgestempelt. Das Problem der „Linken“ im Umgang mit „Querfront“ ist typischer Kindergartenkram. Sitzen 2 Kinder im Buddelkasten. Eins der Kinder hat eine braune Schaufel und das andere eine schwarz-rote Schaufel. Da fällt dem Kind mit der braunen Schaufel auf, dass die schwarz-rote Schaufel nicht nur besser aussieht, sondern auch mehr bringt, weil sie stabiler und besser ist als die braune. Das Kind nimmt dem anderem Kind die Schaufel weg. Wie regiert das Kind ohne Schaufel jetzt nun ? Es heult und schreit nach seiner Schaufel, dass es seit der Geburt schon hat. Nun setzt sich ein drittes Kind dazu mit einer blau-weißen Schaufel, die nicht mehr aus altem Plastik ist, sondern die aus Stahl ist und außerdem noch größer ist. Allerdings stehen die anderen beiden Kinder nicht auf moderne Sachen, noch dazu kommt, dass die Schaufel aus den USA kommt. Sie wollen lieber mit ihrer Made in China Schaufel buddeln. Das Kind mit den beiden Schaufel bietet dem schaufellosem Kind mehrmals die braune Schaufel an, um zu teilen, aber das Kind ohne Schaufel will das alles so wie früher ist. Einmal, das dass blöde Kind mit der modernen blau-weißen Schaufel geht und einmal, das es seine schwarz-rote Schaufel zurückbekommt. So ähnlich könnte es mit der „Querfron“ aussehen. Aber für die, die jetzt nicht dahinter gestiegen sind, werden wir das Schaufeldilemma verdeutlichen.
Das größte Problem einer politischen Bewegung ist der Stillstand. Bei den „Linken“ entsteht alle 10 Jahre eine neue große Theorie/Aktions- Gruppierung. Wir fangen 1968 an, wo sich die berühmten 68er gründeten um gegen die Nationalsozialistischen Eltern und Krieg vorzugehen. Man erinnerte sich wieder an Leute wie Marx und Bakunin und suchte sich den coolsten aus. Damals gab es auch wenige die zu Adorno nach Frankfurt gingen, die wichtigsten Vertreter sind/waren, Herbert Marcuse, Max Horkheimer, Jürgen Habermas, Erich Fromm und Theodor W. Adorno. Die Frankfurter Schule beschäftigte sich besonders mit dem Nationalsozialismus, seiner Ursache und der etwaigen Wiederholung. Das Zentrale Buch war „Die Dialektik der Aufklärung“. In den 80er Jahren begann die autonome Hausbesetzerpolitik. Bekanntestes Gebiet wurde der Bezirk Kreuzberg, dass das Postkürzel SO36 trug. Hier gab es fast ein rein „autonomes linkes Leben“. Bis zur Wende gab es hier oft Straßenschlachten. Die Gewalt durch Autonome auf die Polizei war so groß, dass in bestimmten Gebieten und Straßenzügen sich keine Streifenwagen mehr hineintrauten. Hier begann auch der 1.Mai-Randale-Mythos 1987.
Nach der Wende wurden schnell Häuser im ehemaligen Ostberlin besetzt. Bekannte Gebiete sind der Südkiez von Friedrichshain (Boxhagener Platz, Mainzer Strasse) und der südliche Prenzlauer Berg (Kastanienallee). Allerdings gelang dies nur durch fehlerhaftes Verhalten und Unerfahrenheit der Ostdeutschen Polizei. Gleichzeitig besetzten auch Neonazis in der Weitlingstraße(Lichtenberg) mehrere Häuser. Vorort gab es mehrere Straßenschlachten mit den alternativen Hausbesetzern, vor allem in der Pfarrstraße, wo ebenfalls „Linke“ einige Häuser besetzten. Spätestens 1992 war allen klar, dass nach der Räumung der Mainzer Strasse die Hausbesetzerszene einen Abgang macht. Bereits 2 Jahre Vorher gründeten die Autonome Antifas M (Göttingen) die erste Autonome Antifa Struktur. In Berlin und Köln entwickelten sich ebenfalls traditionelle Antifas und es wurde sogar eine Antifaschistische Aktion, die eine bundesweite Organisation ist, gegründet.
Im Jahre 2001 entstand also aus einer Spaltung in der Antideutschen Szene, die so genannte Antideutsche Antifa. Viele Antifagruppen spalteten sich und es entstanden neue. Diese gaben sich programmatische Namen wie „AG No Tears For Krauts“, „Prozionistische Linke“, „Gruppe Morgenthau“, „Antideutsche KommunistInnen“, „Bündnis gegen Antisemitismus“ und „Antizionismus“.
Gerade der Kampf der Antideutschen für Israel und gegen Antizionismus stößt aufgrund des „Solidarität mit dem vermeintlich Schwächeren“ und dem daraus resultierendem Nationalismus der Antid´s auf Kritik. Das BGR Leipzig schreibt zum Vorwurf des Nationalismus gegen über den Antid´s: „[...]Die Kritik des deutschen, europäischen oder arabischen Nationalismus inklusive Antiamerikanismus und Antizionismus ist das direkte Gegenteil von Nationalismus. Dabei von "den Deutschen" oder "den Palästinensern" zu sprechen, ist gängige Praxis und insofern zulässig, als die kritisierten Wahnvorstellungen von einer großen Mehrheit der Bevölkerung geteilt werden.[...] Die Kritik der Antideutschen am "Antinationalismus"[entsteht, da] Der klassische Antiamerikanismus und Antisemitismus verkleidete sich (vor allem nach 1945) in ein antinationales Gewand: Den USA und Israel wird vorgeworfen, nationale Interessen zu verfolgen, wohingegen Deutschland und Europa im Dienste der gesamten Menschheit agieren würde.*9
Der Prozionismus, oder die Solidarität, ist für viele Linke nicht verständlich. Vor allem Anarchisten singen auf Demos oft „Ja wir haben keinen Lieblingsstaat“ in Form, eines Fußballgesangs. Als die Zeitschrift „Interim“, die eher dem Anti-antideutschen Spektrum zuzuordnen ist, eine Nummer unter dem Motto „Solidarität mit Israel herausgeben wollte, wollten die hälfte aller Linken Läden diese Ausgabe nicht haben. Interim selber schrieb bei Indymedia die Berichte, allerdings gab es hier eine Zensur. Interim bezeichnet sich selber als Teil der anarchistischen Bewegung. Daher ist es verwunderlich, warum nicht JEDER Anarchist diese Folge genommen hat und es mal eingesaugt hat und verarbeitet hat, statt sie abzulehnen. Die Interim schreibt korrekter Weise: “Die besondere Entstehungsgeschichte und Situation des israelischen Staates lassen es auch nicht zu, linke Kritik (z.B. an Staaten, Militär, etc.) einfach so auf Israel anzuwenden. So ist die Forderung nach der Auflösung des Staates Israel zur Zeit nicht mit anarchistischer Anti-Staatlichkeit begründbar, weil diese Forderung die Schutzfunktion Israels für von der Herrschaftsform (!) Antisemitismus betroffene ausklammert. Solange es Deutschland und Antisemitismus weltweit gibt, lehnen wir - als Anarchistlnnen! - eine Diskussion über die Existenz des Staates Israel ab.“ *10 Weiter schreibt die Interim in ihrer Ausgabe 550: „Die Parolen "Solidarität mit Israel!" und "Lang lebe Israel", sowie das demonstrative Verwenden von Israel-Fahnen bedeuten andererseits keineswegs, alles was in und unter der Beteiligung von Israel passiert, gutzuheißen“ *11
Selbst die als, sich als Antinational sehende Rote Flora, äusserte sich zum „Fahnenstreit“ in der Linken : “ So halten wir es beispielsweise nach wie vor für richtig, Nationalstaaten als Gewaltverhältnisse und mit Bezug auf die Funktionen, die sie für die Aufrechterhaltung von kapitalistischer Ökonomie und rassistischen Herrschaftsverhältnissen, aber auch von Sexismus, Heteronormativität und Antisemitismus haben, allgemein abzulehnen. Gleichzeitig ist der Staat Israel nicht irgendein Staat. [...] Solange Antisemitismus ein weltweites Phänomen ist und damit eine der zentralen Bedingungen, die die Shoah möglich gemacht haben, weiterhin wirksam ist, kann die Existenz des Staates Israel nicht infrage gestellt werden. Und so lange gebührt Israel in dieser Funktion eine Solidarität, die keinem anderen Staat gebührt. [...] Ob Israel-Fahnen auf einer linken Demo oder Veranstaltung politisch Sinn machen, hängt unserer Meinung nach davon ab, ob im jeweiligen Kontext ihre Bedeutung als Symbol für einen Zufluchtsort für Jüdinnen und Juden eindeutig im Vordergrund steht. Bei Anlässen, bei denen regelmäßig gefordert wird, den Staat Israel aufzulösen und "die Juden ins Meer zu treiben", z.B. am Al Quods-Tag oder auch bei einer Nazi-Demo, kann es durchaus sinnvoll sein, diesen Forderungen mit israelischen Fahnen entgegenzutreten. Auch kann auf einer Antifa-Demo zu den Verbrechen, die die Wehrmacht vor allem auch an Jüdinnen und Juden begangen hat, eine israelische Fahne durchaus Sinn machen „*12
Da zurzeit an eine (kommunistische oder anarchistische) Revolution nicht zu denken ist, sollte eine radikale Linke und vor allem eine antifaschistische Linke, dass Hauptaugenmerk auf allgemein reaktionäre Gefahren und Lager richten.
Sehen wir uns die Entwicklung der „neuen Rechten“ die im folgenden als Neonazis dargestellt werden an. Im folgenden wird unter Neonazis verstanden: Mitglieder von Autonome Nationalistischen Vereinigungen , Rechtsextremistischen Parteien und Organisationen und rechtsradikale Parteien und Organisationen, die durch Gerichtsbeschlüssen nicht als extrem dargestellt werden dürfen.
„Eine der Hauptthesen unserer nationalrevolutionären Position lautet, dass Europa unzweifelhaft der Brennpunkt aller zukünftiger politischer Entwicklungen sein wird. Deutschland wiederum liegt im Zentrum unseres Kontinents, weshalb nicht viel Intelligenz dazugehört, um die Vorgänge in unserem Vaterland als besonders wichtig für das weitere Schicksal Europas anzuerkennen.“*13 Mit diesem Absatz beginnt der Schrecken für viele Alternative, Homosexuelle, Behinderte und Migranten. Es sind die ersten zwei Sätze des Theoriepapiers „Schafft befreite Zonen“ vom Hochschulbund der NPD, dem Nationaldemokratischen Hochschulbund (NHB), das 1991 in Umlauf gebracht wurde und 2000 (im Aufstand der Anständigen) als Unwort des Jahres gewählt wurde. Opfer dieser NBZ´s bezeichnen diese als „No Go Areas“. Dabei sind NBZ´s nicht nur geographisch, es gibt Berichte wo es um das schaffen von Temporären NBZ´s ging, z.B. als ca. 20 Neonazis mehrmals im Berliner Ring in der S-Bahn einen S-Bahn-Waggon als NBZ nutzten und entschieden wer mitfahren darf und wer nicht. In den Anfangsjahren der 90er des letzten Jahrhunderts entwickelte sich die Neonaziszene extrem schnell. Am Anfang war sie durch zahlreiche Verbote geschwächt. Hier eine Liste der verbotenen Parteien und wichtiger Organisationen von 1990 – 1995
Nationalistische Front (NF), 27.11.1992
Deutsche Alternative (DA), 10.12.1992
Nationale Offensive (NO), 22.12.1992
Nationaler Block (NB), 07.06.1993
Wiking-Jugend e.V. (WJ), 10.11.1994
Nationale Liste (NL), 24.02.1995 *14
Freiheitliche Deutsche Arbeiterpartei (FAP), 24.02.1995.
Daraufhin entschieden sich die Neonazis, dass es autonome Strukturen braucht, die nicht so leicht vom Staat verboten werden können. Es entstand die Idee der Freien Kameradschaften (KS). Der Quasi-Führer der KS´ler ist der Hamburger Millionär Christian Worch. Seit 1974 ist er in der Neonaziszene aktiv und war der zweitwichtigste Mann der neuen Rechten in Westdeutschland hinter Michael Kühnen. Nachdem 1991 Michael Kühnen starb, übernahm Christian Worch die Spitze der militanten Neonazis. Aufgrund der Verbote wechselten viele Neonazis zur NPD. Christian Worch ist inzwischen weit weggerückt von der NPD wie dieser viel zitierte Satz darstellt : „Die Basis verzeiht Dummheit, die Basis verzeiht Faulheit, mangelnde Fähigkeiten, alles mögliche - aber nicht Feigheit. Einmal feige, immer feige! Und das die NPD als feige dasteht, ist keine Hetze, sondern eine Tatsache.“*15 Es gab/gibt also zwei starke nationalistische Lager, wie an der 1.Mai Demonstrationen 2004 gesehen werden konnte. In Berlin marschierten kurz und mit vielen Problemen Tausende NPD-Anhänger und in Leipzig versuchte Christian Worch mit freien Kräften ins Alternative Viertel Connewitz zu gelangen. Auch hier waren es Tausende von Neonazis, die aufgehalten wurden.
Um die Jahrtausendwende herum, gab es den größten Wandel in der neuen Rechten, seit der Wiedervereinigung. Die Freien Kräfte kopierten „linke“ Theorie und Aktionsformen. Sie benennen sich als „Autonome Nationalisten“*16 und „Nationale Antifa“*17. Das Antifalogo wurde nun umgedichtet. Obwohl bereits Michael Kühnen in den 80er Jahren das Antifalogo umdichtete und an Stelle der roten Fahne eine Palästinenserfahne einrichtete und den ersten Querfront betrieb. Vielleicht haben sich auch die jungen Neonazis um Christian Worch an diese „Antizionistische Aktion“ zurückerinnert, als sie anfingen das antisemitische linke Wischtuch , namens „Palituch“ rauszuholen und sich um zuhängen. Alles auf die Spitze brachte René Bethage, der Chef der verbotenen Kameradschaft „Berliner-Alternative-Süd-Ost“[BASO], indem er bei einem Aufmarsch mit Che Guevara T-Shirt und Palituch auftrat.*18 Weitere neue Merkmale der Neonazis waren nun das Auftreten im schwarzen Block, mit schwarzen Kapus, schwarzen Sneakern, und schwarzen Ami-Hosen.*19 Allerdings formiert sich auch in den eigenen Reihen der autonomen Nationalisten widerstand gegen diesen Lookwandel. *20 Diese Initiative, wird hauptsächlich getragen durch den Lichtenberger Neonazi Oliver Schweigert.*21. Schweigert bemängelte im freiem Forum, dass sowohl auftreten und Musik der „jungen Garde“(KS Tor, BASO +X) nicht dem traditionellen deutschen angepasst sei. Darüber gab es dann eine heftig geführte Diskussion im freien Forum. Das freie Forum zeigt am besten wie sehr sich die Neonazis wandeln. Bestes Beispiel ist der selbsternannte „Führer von Köln“, Axel W. Reitz.*22 Axel W. Reitz beschäftigt sich positiv viel mit Homosexualität, was in vielen Dörfern immer noch ein Tabuthema bei Neonazis ist. Inzwischen, seit dem neuen Start des FF, gibt es keinen Thread mehr über Homosexualität, da wir erfahrungsgemäß davon ausgehen können, dass die Mehrheit der Folgebeiträge entweder illegal, oder niveaulos sind.*23, wie die FF- Administratoren in ihrer Regelliste z stehen haben.
Nun lautet die richtige Frage: „Warum tun Neonazis so was?“
Viele aus dem „linken Spektrum“ behaupten, dass die Neonazis einfach nur „Grenzen“ verwischen wollen, damit keiner mehr weiß wer den nun was ist. Allerdings ist das so nicht richtig. Das Neonazis solidarisch mit Ländern sind, die von den USA angegriffen werden ist ein alter Hut, der ja nach dem 2.Weltkrieg logisch sein müsste. Das „die Linke“ aber scheinbar diesen Antiamerikanismus und Solidarität mit „unterdrückten“ Völkern vielleicht von den „rechten“ geklaut hat, will niemand hören, denn schließlich hieß es bereits um die Jahrhundertwende „Hoch die interNATIONALe Solidarität“. Ein Spruch der auf beiden Seiten beliebt ist, denn Neonazis gibt es überall. Die Solidarität mit Palästina hat sogar noch mehr Gründe. Der Großmufti von Jerusalem, war ein enger vertrauter von Hitler*24, der „Gründer“ Palästinas hatte sogar eine 20000 Mannstarke SS-Division in Bosnien. Und da ja der Besatzer ein „Judenstaat“ ist, ist die Solidarität doppelt „berechtigt“. Das allerdings immer noch „Linke“ mit Palästina sich solidarisieren und somit gemeinsam mit Neonazis gegen Israel argumentieren ist einfach unerklärlich.
Die Nutzung des schwarzen Blocks hat den Vorteil der erschwerten Sichtung von Neonazis auf Demos und vor allem auch der Identität. Den schwarzen Look als sein „eigen“ zu betiteln, wie es viele „Linke“ tun ist armselig. Das Neonazis nun auch Musik wie Akon, Britney Spears, Prodigy und Madonna hören (auf Demos und Partys), zeigt die Internationalisierung der Neonazis (obwohl Akon als schwarzer Rapper echt eine Überraschung ist) und die neue Gefahr, da sie nun nicht mehr lange an Landser und Rennicke (die immer noch Kultstatus haben) auffallen. Der vereinzelte Kampf für Homosexuelle ist aufgrund von den Persönlichkeiten der Neonaziszene geschuldet. Einer der wichtigsten Neonazis in den 80er Jahren, Michael Kühnen, war schwul, weshalb es einen Bruch in der rechten Szene gab. Böse Zungen behaupten Reitz und Worch seien ebenfalls Schwul und engagieren sich deshalb so stark und haben daher auch Probleme mit Altnazis. Die Neonazis können sich mit „Linken“ Inhalten identifizieren, da sie eine „soziale“ Bewegung sind und auch viel übrig haben für Luxemburg (obwohl jüdisch) und anderen Theoretikern.*25
Hier eine Auswahl an modernen Neonazis von Demos:
*26 „Revolution“
*27 „Freiheit für die Völker“
*28 „Gegen Imperialismus“
*29 „Antifaschistische Aktion im Nationalen Widerstand“
Wenn Nazis von Revolution reden, sagen viele Linke, das geht nicht, da Neonazis reaktionär sind und eine Revolution IMMER progressiv sein muss. Allerdings ist eine Revolution nur ein politischer und gewalttätiger Umsturz eines bestehendes Systems. Bei Neonazis würde das bedeuten das der Nationalsozialismus den Kapitalismus und die Demokratie ablöst. Neonazis kämpfen mit reaktionären Begriffen wie Völker für den Ethnopluralismus, dass tun auch Linke die an dem Konstrukt VOLK festhalten. Nur das „Linke“, Volk als positivistisches Begriff nutzen um Menschen in eine bestimmte Kategorie zu stecken. Auch dies zeigt reaktionäre Züge „der Linken“. Beide kämpfen gegen den Imperialismus und beide sehen nur einen Imperialist. Die USA. Sie ist der Grund allen Übels und aller Kriege. Viele „Linke“ und viele Neonazis rennen deshalb mit diesem T-Shirt rum.*30 Beide engagieren sich im Antifaschismus, aber „Nazis sind doch Faschisten“. Das ist so nicht richtig, denn der Nationalsozialismus ist explizit eine Erweiterung des Faschismus. Der NS beinhaltet im Gegensatz zum Faschismus den eliminatorischen Antisemitismus. Neonazis wenden also den Begriff Antifaschismus an, um andere politische Kräfte zu verwirren und um einen noch klareren Bezug zum NS aufzubauen.
„Die Linke“ reagiert, wie oben beschrieben, mit Kindergartenverhalten, statt zu überlegen ob es nicht ratsam wäre sich langsam von den alten Theorien und Theorieansätzen zu verabschieden und sich neu zu finden. Statt sich gegen Kritik an „der Linken“ durch Antideutsche zu wehren sollte sie den Kitt des Antiamerikanismus, völkischen Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus mit den Neonazis lösen, damit ein Konsequentgeführter Kampf gegen die verschiedenen Ismen geführt werden kann. Die Vorraussetzung ist eine Selbstreflexion und die Aufklärung der Menschen, vor allem der Jugendlichen, denn sie werden die neue Revolution, die neue antifaschistische Bewegung sein. Solang dies nicht geschieht, wird es 3 extrem-politische Lager in Deutschland geben.
1. Die Linke, mit fehlender Selbstreflexion und barbarischen Theorieansätzen.
2. Die Nationalsozialistische Bewegung (NPD, Autonome Nationalisten, Nationale Antifa)
3. Die Antideutsche Linke, als Feindbild der beiden oberen und Schützer Israels.

J.A.

Quellen:
*1 http://skatepunks.de/index.php? bereich=links&display=kat&katID=tierrechte
*2 http://www.klick-nach-rechts.de/ticker/2003/12/peta.htm
*3 http://www.hagalil.com/archiv/2003/tierschutz.htm
*4 http://de.wikipedia.org/wiki/Politisches_Spektrum
*5 http://projekte.free.de/schwarze-katze/texte/attac06.html
*6 http://de.wikipedia.org/wiki/Rote_Armee_Fraktion
*7 https://www.adf-berlin.de/wbb2/thread.php?threadid=491&hilight=k%F6ln
*8 http://left-action.de/incipito/text/353.htm
*9 ebd.
*10 http://www.adf-berlin.de/html_docs/berichte_deutschland/interim_1.html
*11 ebd.
*12 http://www.nadir.org/nadir/initiativ/roteflora/texte/antisemitismus.html
*13 http://www.zundelsite.org/german/artikel/tiefe.001.html
*14 http://www.apabiz.de/archiv/material/VerboteneOrganisation.htm
*15 http://www.adf-berlin.de/html_docs/organisationen/npd.html
*16 http://www.h8store.com/shop/media/autonome_nationalisten.JPG
*17 http://www.nationalanarchismus.org/Nationalanarchismus/nantifa/nAntifa_im_NW_k.jpg
*18 http://www.pst-aufschrei.com/menue/fascho/_b/bethage_rene.gif
*19 http://milwaukee.indymedia.org/images/2005/08/203938.jpg
*20 http://de.altermedia.info/images/FIT-AntiSchwarzeBloecke.jpg
*21 http://www.rantifa.de/schweigert.jpg
*22 http://de.altermedia.info/images/ReitzAxel160405Essen_01.jpg
*23 http://freier-widerstand.net/forum/showthread.php?t=5&highlight=homosexualit%E4t
*24 http://de.wikipedia.org/wiki/Al-Husseini
*25 http://www.krasse-zeiten.org/foto/nazi0412/images/nazi016.jpg
*26 http://www.krasse-zeiten.org/foto/nazi0412/images/nazi007.jpg
*27 http://www.krasse-zeiten.org/foto/nazi0412/images/nazi009.jpg
*28 http://www.krasse-zeiten.org/foto/nazi030905/images/antikrieg_029.jpg
*29 http://kanalb.org/video.php?clipId=855&Viam=Clip
*30 http://articles.closeup.de/large/P/P828975.JPG
8.6.06 13:39
 


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